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Hebelprodukte - Einführung

Der deutsche Hebelprodukte-Markt ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Daher ist es, für den richtigen Umgang mit Hebelprodukten, unerlässlich sich intensiv mit dem Thema Hebelprodukte zu befassen. Angefangen von Hebelzertifikaten über Optionsscheinen bis hin zu Contracts for Difference (CFD), all dies sind Hebelprodukte mit denen Sie täglich handeln können. Hebelprodukte sind besonders für die intensiven Trader unter Ihnen das tägliche Werkzeug. Daher versuchen wir Ihnen auf Hebelprodukte.name eine Einführung in die Welt der Hebelprodukte zu geben. Sollte Sie das ein oder andere Hebelprodukt näher interessieren, haben wir im Anschluss jedes Kapitels einen Link zu einer weiterführenden Webseite, welche sich intensiver mit dem Thema dieses Hebelproduktes auseinandersetzt.

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Hebelprodukte - Hebelzertifikate

Ein Hebelzertifikat ist nicht gleich dem anderen Hebelzertifikat. Man unterscheidet zwischen Hebelzertifikaten mit begrenzter Laufzeit, sogenannten Turbo Optionsscheinen, und Hebelzertifikaten mit unbegrenzter Laufzeit, sogenannten Mini Futures. Beide Arten werden wir Ihnen im Folgenden näher erläutern.

Hebelzertfiikate - Mini Futures

Mit einem Mini Long bzw. Mini Short besitzen Sie ein Hebelprodukt, das die Kursbewegungen des Basiswertes nahezu 1:1 nachbildet.

Diese Art von Hebelprodukten, besitzen eine vorgelagerte (vor dem Basiskurs) Stop Loss Schwelle, bei deren Erreichen oder Unterschreiten (im Fall eines Mini Longs) bzw. Überschreiten (im Fall eines Mini Shorts) die Produkte fällig gestellt werden. Die Finanzierungskosten werden täglich im Basiskurs berücksichtigt und da der Abstand zwischen Basiskurs und Stop Loss Schwelle immer konstant bleibt, orientiert sich auch die tägliche Festsetzung der Stop Loss Schwelle an diesen Finanzierungskosten. Die Finanzierungskosten müssen dabei täglich angepasst werden, da es sich bei Mini Long und Mini Short Produkten, um Turbos mit unbegrenzter Laufzeit (Open End) handelt und die Finanzierungskosten nicht im Vorhinein eingepreist werden können, da die Laufzeit ungewiss ist. Bei den klassischen Turbo Optionsscheinen (Hebelprodukte mit bregrenzter Laufzeit) ist dies anders, da die Laufzeit vom Emissionstag an bekannt ist und somit die Finanzierungskosten planbar sind!

Bei einem Mini Long, wie auch dem Mini Short (wie erwähnt auch Open End Turbos genannt) ist die Preisbildung besonders einfach und transparent, was besonders bei dem Setzen eines Stop Loss hilft. Der aktuelle Preis eines Mini ergibt sich immer aus der Differenz des aktuellen Kurses des zugrunde liegenden Basiswerts und dem Basispreis des Mini Long bzw. Mini Short, gewichtet mit dem Bezugsverhältnis. Weitere Preisbestandteile existieren nicht. Sie dürften also keine Probleme haben, den Preis eines Mini jederzeit nachvollziehen zu können. Beispielsweise kostet ein Mini Long (Spekulation auf steigende Kurse) auf den DAX, mit Basispreis 7.000 Punkten, einem DAX Stand von 8.000 Punkten und einem Bezugsverhältnis von 0,01 –> 10 Euro: [DAX Stand (8.000 Punkte) - Basispreis (7.000 Punkte)] * Bezugsverhältnis (0,01) = 10 Euro

Steigt der DAX dann im Laufe der Zeit auf 8.800 Punkte, besitzt der Mini Long einen Wert von 18 Euro. Das Hebelzertifikat steigt also um 80%, während der DAX (Basiswert) nur 10% steigt. Hier sehen Sie auch direkt den Hebel von 8. Der Hebel drückt aus, um wieviel der Mini (Open End Turbo) steigt, wenn der Basiswert um 1% steigt (im Falle von Mini Longs) bzw. wenn der Basiswert um 1% fällt (im Falle von Mini Shorts). Die Berechnung für Mini Shorts (Open End Turbo Short) ist analog zur der Berechnung für Mini Longs (Open End Turbo Long), nur mit umgekehrten Vorzeichen.


Hebelprodukte - Discount Optionsscheine

Discount Calls

Discount Calls erhalten Sie wie der Name schon sagt, gegenüber einem klassischen Call Optionsschein zu einem Preisabschlag (Discount). Dafür sind sie aber in Ihrer Gewinnchance limitiert (sie besitzen einen Höchstkurs = CAP). Nehmen Sie z.B. einen Discount Call auf den DAX mit Basispreis 7.000 Punkte und einem CAP bei 7.500 Punkte, kann der Discount Call am Ende der Laufzeit maximal 5,00 Euro wert sein (bei einem Bezugsverhältnis von 0,01). Liegt der DAX also zum Bewertungszeitpunkt des Discount Calls auf oder über 7.500 Punkten, erhalten Sie die max. Auszahlung von 5,00 Euro. Liegt der DAX allerdings auf oder unterhalb von 7.000 Punkten, verfällt das Produkt wertlos. Es besteht also wie beim klassischen Optionsschein ein Totalverlustrisiko zum Laufzeitende. Liegt der DAX zwischen 7.000 und 7.500 Punkten erhalten Sie die Differenz DAX-Stand zum Bewertungszeitpunkt und dem Basispreis von 7.000 Punkten (Bezugsverhältnis beachten). Beispiel: DAX zum Bewertungszeitpunkt bei 7.250 Punkten => (7.250 Punkte - 7.000 Punkte) x 0,01 = 2,50 Euro.

Der Vorteil von Discount Calls ist der, dass Sie auch von Seitwärtsmärkten profitieren können. Dies ist ein großer Unterschied zu den klassischen Optionsscheinen. Kaufen Sie also einen Discount Call (7.000 / 7.500) zu einem Zeitpunkt während der Laufzeit, wo der DAX oberhalb von 7.500 Punkten notiert, werden Sie (wenn noch etwas Zeit bis zum Laufzeitende) weniger als 5,00 Euro pro Discount Call bezahlen, so dass der DAX bis zum Laufzeitende noch bis 7.500 Punkte fallen kann und Sie trotzdem die max. Auszahlung erhalten.

Im Gegensatz zu Discount Calls, existieren natürlich auch Discount Puts, wo das Ganze genau gegenteilig funktioniert.

Discount Puts

Die Funktionsweise von Discount Put Optionsscheinen ist die selbe wie von Discount Call Optionsscheinen. Sehen Sie dazu also den Artikel, welchen wir zum Thema Discount Call Optionsscheinen verfasst haben und Ihnen wird auch klar werden wie Discount Put Optionsscheine funktionieren.

Hebelprodukte - Contracts for Difference

Viele Anleger eröffnen aktuell Depotkonten bei Anbietern von CFDs. CFD ist die Kurzform für Contract for Difference. Warum aber handeln mittlerweile viele ehemalige Hebelzertifikate Trader nun CFDs? Wir geben Ihnen hier nun eine Einführung in die Welt der CFDs, damit Sie verstehen, welche Vorteile, aber auch Nachteile das Traden von CFD Kontrakten mit sich bringt. Ein grundlegender Vorteil ist schonmal, dass CFD Indexkontrakte in der Regel ohne Transaktionskosten gehandelt werden können. Zumindest ist dies bei den in Deutschland am meist gehandelten Index CFD-Kontrakten der Fall - DAX, Dow Jones, Nasdaq100, S&P500!

CFD steht also für Contract for Difference, also zu deutsch Differenz- bzw. Kursdifferenzgeschäft. CFD Kontrakte gehören zu den derivaten Finanzinstrumenten. Ein CFD (Contract for Difference) ist ein Vertrag zwischen zwei Parteien, also zwischen einem Käufer und einem Verkäufer. Bei einem CFD handelt es sich um ein unverbrieftes Finanzinstrument. Dies zunächst zum Begriff des CFD-Kontraktes, damit Sie schonmal eine Grundahnung haben worum es bei CFDs geht. Wie werden CFD - Kontrakte nun gehandelt? Sie können ein CFD über einen CFD-Broker oder eine Bank handeln. Dieser Broker oder die Bank ist in den meisten Fällen auch gleichzeitig der Emittent (also Herausgeber) des CFD Kontraktes. Genau wie bei Hebelzertifikaten, müssen Sie nicht den gesamten Wert des Basiswertes hinterlegt werden um 1 zu 1 an der Bewegung des Basiswertes teilzuhaben, sondern lediglich eine Sicherheitsleistung. Diese Sicherheitsleistung bei einem CFD wird auch Margin genannt. Durch diese Sicherheitszahlung entsteht, genau wie bei einem Hebelzertifikat, ein entsprechender Hebel. Im Gegensatz zu Hebelzertifikaten können Sie CFDs nicht über die Börse handeln. Aber genau wie bei Derivaten ist die Entwicklung des CFD-Kontraktes nicht abhängig von der Angebots-Nachfrage-Situation, sondern nur von der Entwicklung des entsprechenden Basiswertes. Mit dem Kauf eines CFDs erhält der Käufer nicht das Recht den zugrunde liegenden Basiswert (z.B. Daimler) zu kaufen und hat ebenfalls (genau wie bei Hebelzertifikaten) keine Aktionärsrechte.

Ursprünglich waren CFDs für institutionelle Investoren und Hedge-Fonds entwickelt, sind aber seit dem Jahr 2005 in Deutschland für den privaten Kunden zugänglich. Dies ist schon ziemlich spät, wenn man bedenkt, dass CFDs (Contracts for Difference) in Großbritannien schon Ende der 90er Jahre im Retailbereich angeboten wurden.

Um CFD-Kontrakte handeln zu können, müssen Sie (so die aktuelle Situation) die Software des jeweiligen Anbieters downloaden und verwenden. Dazu müssen Sie also ein neues Konto bei einem CFD-Anbieter eröffnen.

 

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